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Energiewende im Gebäudebereich

Beim Stichwort Energiewende denken viele Menschen zuerst an die Nutzung erneuerbarer Energiequellen. Gleichzeitig muss aber auch der Energieverbrauch sinken. Gebäude bieten hohe Energieeinsparpotenziale, da sie etwa 35 Prozent des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs verursachen. Gebäude energieeffizienter zu machen, also ihren Energieverbrauch im Betrieb zu optimieren, ist ein wesentlicher Schlüssel zur nachhaltigen Senkung des Verbrauchs. Energieeffizienz ist somit für Architekten und Planer bis hin zum Betreiber und Endnutzer von wesentlicher Bedeutung.

Ziel ist die Reduktion von CO2-Emissionen

Warme Räume im Winter, Kühlung im Sommer, Beleuchtung bei Nacht, schnelle Transportmittel, Betreiben von Maschinen und Geräten – für unser Leben brauchen wir viel Energie. Doch unsere Energieversorgung basiert zum Großteil auf fossilen Energieträgern, deren Verbrennung zu CO2-Emissionen führt. Und wir wissen heute, dass dies mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Ursache für den beängstigend schnellen Klimawandel ist.

In Deutschland lautet das Klimaschutzziel daher, die CO2-Emissionen bis 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr 1990 zu reduzieren und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent. Der Gebäudebestand soll bis dahin nahezu klimaneutral sein.

Zahlen und Fakten aus Deutschland¹

  • 21 Millionen Gebäude gibt es in Deutschland.
  • 35 Prozent beträgt der Anteil von Gebäuden am gesamten deutschen Endenergieverbrauch.
  • 73 Milliarden Euro gaben die Nutzer von Wohn- und Nichtwohngebäuden 2014 für Raumwärme, Warmwasser, Beleuchtung und Kühlung aus.

Gesamtenergiebedarf und Wärmeverluste

Thermografie-Bilder sagen dem Fachmann alles über die Wärme- und Energieverluste, die an einer Fassade entstehen. Dunkle Bereiche verweisen auf wenig, gelbe auf etwas und rote Bereiche auf hohen Wärmeverlust.

© shutterstock
Wärmebild einer Fassade: Hier geht viel Energie verloren!

Der Gebäudebereich spielt in der modernen Energiepolitik Deutschlands eine Schlüsselrolle. Denn mehr als ein Drittel des gesamten Endenergieverbrauchs wird derzeit für Gebäude aufgewendet – für Warmwasser, Heizung und Kühlung, Lüftung und Beleuchtung. Und oft entweicht noch ein Großteil der Raumwärme durch Wände, Fenster, Dächer, Türen oder Fußböden.

Das Passivhaus und Fast-Null-Energiehaus sollen daher zukünftig EU-weit zum Standard werden. Dies fordert die novellierte EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden. Zunächst soll dies nur für Neubauten gelten, doch bis zum Jahr 2050 sollen sämtliche Gebäude klimaneutral sein. Dafür muss auf der einen Seite der Energiebedarf für Wärme und Kälte beim Bauen und Modernisieren deutlich reduziert werden. Auf der anderen Seite muss der Anteil erneuerbarer Energien an der Deckung des verbleibenden Bedarfs erheblich gesteigert werden.

Hohe energetische Anforderungen durch Baugesetze und Verordnungen

Die EU-Richtlinie wird in Deutschland durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparungsverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) umgesetzt. Für 2018 ist geplant, diese noch parallel laufenden Regeln im GebäudeEnergieGesetz (GEG) zu bündeln. Die Gesetze und Verordnungen schreiben energetische Grenzwerte und Energieausweise für Neubauten und Bestandsgebäude vor. Ziel ist, den Primärenergiebedarf von Gebäuden gering zu halten. So sollen Energieverluste an Gebäuden von vornherein durch baulichen Wärmeschutz – insbesondere durch gute Dämmung, gute Fenster sowie durch Vermeidung von Wärmebrücken – begrenzt werden. Der verbleibende Energiebedarf soll zunehmend durch erneuerbare Energien gedeckt werden.

Ein hoher Arbeits- und Wohnkomfort bei gleichzeitig hoher Energieeffizienz ist nur erreichbar, wenn die Heizungs-, Warmwasser-, Licht- und Lüftungstechnik intelligent gesteuert wird. Diese Steuerungen müssen sich speziell auf die Gebäudegegebenheiten und das Nutzerverhalten beziehen: Im Idealfall passen sich Gebäude mithilfe von Digitalisierung und Automation zukünftig auch an wechselnde Bedingungen an – an die Anzahl der Personen, die sich im Haus aufhalten, ebenso wie an Wetterverhältnisse.

GEZE Produkte für energieeffiziente Gebäude

Mit integrativen und auf Energieeffizienz fokussierten Lösungen für die Tür-, Fenster- und Sicherheitstechnik lassen sich Komfort und Sicherheit sinnvoll mit Energieeffizienz verbinden. Durch die gewerkeübergreifende Vernetzung entstehen außerdem neue Möglichkeiten für einen energiesparenden Gebäudebetrieb. GEZE trägt mit verschiedenen Lösungen und Produkten maßgeblich zur Energieeffizienz bei:

  • natürliche Be- und Entlüftung von Gebäuden sowie Einzelraum-Temperaturregelung über automatisierte Fenstersysteme
  • automatisches Öffnen und zuverlässiges Schließen von Türen
  • intelligentes Gebäudeautomationssystem GEZE Cockpit für smarte Integration von Tür-, Fenster- und Sicherheitstechnik in die Gebäudeleittechnik. Hier lassen sich je nach Außentemperatur im Zusammenspiel mit Temperatursensorik und Heizsystemen zum Beispiel die Öffnungsweiten von Türen automatisch einstellen bzw. Fenster entsprechend öffnen und schließen.

Energiesparen mit natürlicher Lüftung

Durch die natürliche Belüftung von Gebäuden wird eine beträchtliche Menge an Energie und Ressourcen gespart. So kann auf Klimaanlagen verzichtet werden. Denn mechanisch-maschinelle Klimaanlagen benötigen sehr viel Energie. Neben dem hohen Platzbedarf im Gebäude und den damit verlorenen Flächen, sind es auch die hohen Investitions-, Wartungs- und Betriebskosten, die solche Anlagen unwirtschaftlich erscheinen lassen. Eine geregelte natürliche Lüftung ist dagegen klar von Vorteil. Für eine energiesparende und umweltschonende Be- und Entlüftung sorgen "intelligente" Antriebe und Steuerungen von GEZE an Fassaden- und Dachfenstern, die diese kontrolliert öffnen und schließen. Dabei ist der Energiebedarf für die Betätigung des Elektroantriebes minimal.

Komfortable Gebäudesteuerung

Die Technologie von GEZE ermöglicht eine bedarfsorientierte Steuerung von Fassadenelementen, seien es Türen oder Fenster. Jedes Fenster ist einzeln steuerbar. Temperatur- und CO2-Sensoren, Zeitschaltuhren und Regen-Wind-Sensorik sorgen für das automatische Öffnen und Schließen von Fenstern. Mit dem neuen Gebäudeautomationssystem GEZE Cockpit lassen sich automatisierte Türen und Fenster außerdem zentral visualisieren, kontrollieren und steuern.

Das DGNB Zertifizierungssystem bewertet die Nachhaltigkeitsqualität von Gebäuden.

Das DGNB Zertifizierungssystem bewertet die Nachhaltigkeitsqualität von Gebäuden.

Mehr als Energieeffizienz: Nachhaltiges Bauen (Green Building)

GEZE ermöglicht mit seinen Produkten auch das nachhaltige Bauen oder auch "Green Building". Green Building bedeutet modernes, nachhaltiges, umweltbewusstes und ressourcenschonendes Bauen und Sanieren von Gebäuden im Einklang mit Mensch und Natur. Die Gebäude zeichnen sich durch eine hohe Ressourceneffizienz in den Bereichen Energie, Wasser und Material aus. Gleichzeitig werden schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt reduziert. Der Leitgedanke der Nachhaltigkeit wird dabei möglichst über den gesamten Gebäude-Lebenszyklus verfolgt: Angefangen bei der Projektentwicklung, Planung und Konstruktion über Betrieb und Wartung bis hin zur Demontage. In Deutschland gibt es dafür seit 2007 ein Siegel: Das Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB).

Für GEZE ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Zukunftsthema, das uns alle angeht.

Brigitte Vöster-Alber, geschäftsführende Gesellschafterin GEZE GmbH

Rund 120 Gebäude wurden bereits mit dem DGNB Zertifikat bzw. einem Vorzertifikat ausgezeichnet. Darunter das Gebäude des Umweltbundesamts Dessau (UBA), das aufgrund seiner hohen Qualität in allen Aspekten des nachhaltigen Bauens ein Vorzeigeprojekt des Bundes ist und zu den sparsamsten Verwaltungsgebäuden Deutschlands zählt. Die Türtechnik stammt von GEZE.

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Energieoptimierte Planung

GEZE unterstützt bereits in der frühen Phase der Gebäudeplanung und erstellt energiesparende Konzepte und Lösungen. Auch zur Nachrüstung bei bestehenden Gebäuden kann mit GEZE Lösungen effektiv Energie eingespart werden.

Neue Wege der Gebäudeautomation mit GEZE Cockpit

Die einzigartige Vernetzung von Tür- und Fenstertechnologie durch GEZE Cockpit mit smarter Software und offenen Schnittstellen ermöglicht das Einbetten der GEZE Technologie in die Gebäudeautomation und eröffnet allen Planern und Betreibern völlig neue Wege der Gebäudeautomation.

Mehr über GEZE Cockpit erfahren

Architektenhotline

Über unsere GEZE Architektenhotline erhalten Sie täglich von 7:30 bis 17:00 Uhr detaillierte Informationen und Beratung zu unseren Produkten und deren Einsatz durch unsere Objektberater.

Telefonnummer: +49-7152-203-112

Individuelle Lösungen

Je nach Anwendungsszenario werden individuelle Lösungen mit verschiedenen Leistungspaketen und entsprechenden Hard- und Software-Komponenten sowie dazugehörigen Dienstleistungen für energieeffizientes Bauen angeboten.

Produkte mit Umwelt Produktdeklaration EPD

Einige GEZE-Produkte, darunter die Türschließer-Reihen TS 4000 und TS 5000 haben die Umwelt Produktdeklaration EPD (Environmental Product Declaration). Die EPDs bilden die Datengrundlage für die ökologische Gebäudebewertung und sind Bausteine, die zur Gesamtbewertung der Umweltleistung eines Gebäudes beitragen.

Maßgeschneiderte Service-Konzepte

Neben der baulichen Implementierung der erarbeiteten Lösungen bieten wir zusätzlich maßgeschneiderte Service-Konzepte für jedes Gebäude, damit durch regelmäßige Wartung die Funktionalität, Betriebssicherheit und der Werterhalt der energieeffizienten Anlagen gesichert ist. Diese bringen den Betreibern nicht nur finanzielle Vorteile bei den Gebäude-Betriebskosten, sondern unterstützt sie insbesondere in ihrer Betreiberverantwortung.

Effizienz im Gebäudebetrieb

Mit GEZE Cockpit können die Zustände von Türen, Fenstern, RWA und RWS jederzeit auf jedem IP-fähigen Gerät an jedem Ort abgefragt, angezeigt und gesteuert werden. GEZE bietet damit Komfort, Sicherheit und Effizienz im Gebäudebetrieb.

Mehr über GEZE Cockpit erfahren

¹  Quelle: www.dena.de/themen-projekte/energieeffizienz/gebaeude